Sonntag, 19. November 2017


Warum Notfunk?

Die regulären Strukturen der Feuerwehren und Rettungsdienste verfügen über Einsatzmittel, die im Tagesgeschäft in der Regel ausreichend sind. Sobald die Einsatzlage eine bestimmte Größenordnung übersteigt, sind die regulären Möglichkeiten schnell erschöpft. Dies gilt insbesondere für die Kommunikation, ohne die eine Führung der Einheiten nahezu unmöglich ist. Hier können Funkamateure helfen.

Auch das Telefonnetz ist heute lange nicht mehr so funktionssicher wie in den 80er Jahren. Ein Stromausfall, der den häuslichen Internetrouter ausser Betrieb setzt, nimmt dem Haushalt auch die Möglichkeit eines Notrufs. Handynetze brechen erfahrungsgemäß als erstes zusammen und sind keine verlässliche Kommunikationsebene. Funkamateure können hier Notrufe annehmen und weiter leiten.

Konkret besteht eine erste Vereinbarung mit der Feuerwehr Bochum, dass wir Funkamateure eine Struktur aufbauen, die im Ernstfall relevante Informationen untereinander und mit der Feuerwehr austauscht. Der Chef der Feuerwehr Bochum hat uns treffend mit der Hundestaffel verglichen. Kein großes Rad im Getriebe und nicht Teil der Feuerwehr. Aber wenn man uns braucht, sind wir da, und zwar als eigenständige Struktur und Teil der organisierten Selbsthilfe gemäß §1 (4) BHKG NRW. So soll es sein, aber der Weg da hin ist noch lang.

Wer beim Notfunk mitmachen möchte, sollte Funkamateur sein. Eine gewisse Flexibilität und Agilität ist auch erforderlich. Wir versuchen, auf der allgemeinen Notruffrequenz 433,500 MHz erreichbar zu sein. Um den dort ebenfalls stattfindenden Digitalfunk auszublenden, verwenden wir den leicht zu merkenden CTCSS Ton 118,8 Hz (elfachtundachzig). Weitere Plattformen sind lokal unterschiedlich und befinden sich zumeist noch im Aufbau.